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Corporate Type

erstellt von Veit Schiele zuletzt verändert: 17.04.2007 19:36 © Veit Schiele 2006

Einer der häufigsten Fehler bei der Auswahl der richtigen Typo sind in Satzschriften geschriebene Briefe. So wie die Times eine speziell für Zeitungen entwickelte Schrift ist, wird sie nie die für Korespondenzen üblichen Anforderungen erreichen – ein Briefleser erwartet keine Massendrucksache sondern eine individuelle Mitteilung. Meistens wird noch immer ein Text mit einer der Schreibmaschinenschrift ähnlichen Type mit einer persönlichen Nachricht assoziiert.

Doch nicht nur ihre Anmutung und ihre Lesbarkeit bei verschiedenen Schriftgraden sind von großer Bedeutung, für das Corporate Design gut empfehlen sich gut ausgebaute Schriftfamilien, da sie vielfältigsten Anforderungen gerecht werden müssen.

Echte Kapitälchen sollten verfügbar sein, denn die von Textprogrammen generierten wirken leichter als der reguläre Text und sind daher schlecht für Hervorhebungen geeignet. Kapitälchen sind »jene kleinen, zurückhaltenden Großbuchstaben, die bei Abkürzungen die löcherreißenden Versalfolgen vermeiden können« (Spiekermann 1986)

Auch Mediävalziffern erhöhen deutlich die Lesbarkeit. »Diese Ziffern benehmen sich wie gewöhnliche Buchstaben: Sie haben Unter-, Mittel- und Oberlängen und passen sich damit dem Bild der Schrift harmonisch an.« (Spiekermann 1986)

Für ihre Rechnung und in anderen Tabellen benötigen Sie jedoch Ziffern auf Versalhöhe mit gleicher Laufweite.

Ähnlich wie bei den Kapitälchen wäre es auch schön, wenn es für hoch- und tiefgestellte Ziffern spezielle Zeichen gäbe. Und dann gibt es auch immer noch Schriften, die kein passendes Euro-Zeichen enthalten.

Wenn Sie Ihre fremdsprachigen Kunden ansprechen wollen, sollten Sie schon bei der Schriftauswahl darauf achten, ob die Schrift auch in den gewünschten Sprachen erhältlich ist.

Ist die selbe Schrift für alle bei Ihnen verwendeten Computer verfügbar? Nicht immer verbirgt sich hinter demselben Schriftnamen dieselbe Schrift – geringfügig abweichende Laufweiten können drastische Folgen haben.

Ist die Schriftart ausgesucht bleiben noch die Überlegungen zur Schriftgröße, Zeilenabstand. Für die Korrespondenz kommen hier die Lese-Schriftgrade zwischen 9 und 12 Punkt in Frage, der Zeilenabstand beträgt je nach Schrift und Zeilenlänge das 1,2- bis 1,5fache. Und damit alles gut lesbar bleibt, sollten i. A. zwischen 55 und 65 Zeichen in einer Zeile stehen.

Da Computer weitgehend die Schreibmaschine abgelöst haben, können nun auch die Möglichkeiten des Schriftsatzes auch für die Lesbarkeit der Korrespondenz genutzt werden.