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Besucherstudien

erstellt von Veit Schiele zuletzt verändert: 17.04.2007 19:36 © Veit Schiele 2006
Bowen, J.P.; Bennett, J.; Johnson, J.: Virtual Visits to Virtual Museums
Die Autoren arbeiten Potentiale des Internets für Museen heraus:
  • Weltweite Publicity;
  • Schnelle, unproblematische Kommunikation über E-Mail mit Kollegen und der Öffentlichkeit;
  • Virtuelle Ausstellungen, auch von Depotstücken;
  • Anregung für realen Besuch;
  • Behindertengerechte Möglichkeiten für Museums-»Besuche«;
  • Erleichterte Recherche für Forschungsarbeiten.

Die Autoren sehen das Internet als Ergänzung zum physischen Museum, das die Beziehung sowohl zur interessierten Öffentlichkeit als auch zu Fachleuten verbessern kann.

Nutzungspotentiale von Museums-Außenrepräsentanz durch neue Medien
Durch die Volkswagen-Stiftung geförderte umfangreiche Studie von Mai 1998 bis Juni 2000.
Schuck-Wersig, P.: Das Internet und seine Nutzer
Übersicht über den Stand der Untersuchungen zur Online-Nutzung in Deutschland. April 1999
Schuck-Wersig, P.: Ergebnisse der Online-Umfrage »Museen im WWW«
Februar 2000

Auffallend an den Ergebnissen ist, dass die stärkste Altersgruppe mit 31 % der Befragten die Gruppe zwischen 31 und 40 Jahren, dicht gefolgt von der Gruppe der 41 bis 50jährigen mit 26% ist. Bei der Häufigkeit der Besuche von Museumswebsites gaben 38,6% mindestens wöchentlich und immerhin noch 29,8% der Befragten ca. einmal im Monat an. »Die Vermutung liegt nahe …, dass sich hierunter besonders viele finden, die auch beruflich mit Museen zu tun haben…«

Bei der Frage »;Was interessiert Sie vor allem an Museen im WWW?« sah die Interessenverteilung folgendermaßen aus:

  • 77,0% Informationen zu Sonderausstellungen
  • 66,0% Zugangsinformationen (Öffnungszeiten, Verkehrsanbindungen, Eintrittspreise)
  • 61,1% Bilder und Texte aus den Ausstellungen
  • 59,2% Informationen zur Dauerausstellung
  • 46,8% Publikationen
  • 37,6% Bilder und Texte, die nicht in der Ausstellung zu sehen sind
  • 31,8% Angebote wie Führungen, Vorträge, Veranstaltungsprogramme

Bei der Frage »Was erwarten Sie von der aus Ihrer Sicht idealen Darstellung eines Museums im WWW?« ergaben sich folgende Erwartungshaltungen:

  • 65,3% Macht mir Appetit darauf, das Museum/die Ausstellung zu besuchen
  • 62,4% Gibt mir schnell die wichtigsten Informationen für die Organisation des Museumsbesuchs
  • 61,1% Erleichtert mir die Entscheidung über den Besuch des Museums/der Ausstellung
  • 50,0% Macht mich überhaupt erst mit dem Museum bekannt
  • 5,8% Erspart mir den Museums-/Ausstellungsbesuch
Schuck-Wersig, P.; Wersig, G.: Museumsbesucher im Fokus
Basisdaten einer Repräsentativ-Umfrage zur Nutzung von Museen und Internet (Juni 2000).

I Statuserhebung

  • Die Hälfte der Bevölkerung geht in Museen
  • Haupt- und Realschüler stellen 60 % der Museumsbesucher
  • Mehr als zwei Drittel der Internetnutzer sind Museumsgänger

II Museumsbesuch und Internetnutzung als Lebensstilbezüge

  • »Lebensorientierungen, die besonders gleichzeitig Internet- und museumsaufgeschlossen machen sind das postmoderne, das liberal-intellektuelle und das moderne Arbeitnehmermilieu.«
  • »Die WWW-Nutzer, die ins Museum gehen, sind zur Hälfte Mitglieder des Selbstverwirklichungsmilieus. Daß Bildung hier eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich daran, daß das in seiner gleichzeitigen Neigung, WWW zu nutzen und ins Museums zu gehen, ähnlich verteilte Milieu das Niveaumilieu ist.«
Wersig, G.: Museumsbesuch und Internet
Vortrag auf der Fachveranstaltung »Akustische Führungen in Museen und Ausstellungen« des Instituts für Museumskunde Berlin, des Filmmuseums Berlin und des Landesverbands der Museen zu Berlin am 29. und 30. November 2001.
Rothe, A.: Das Deutsche Museum in München und seine virtuellen Besucherinnen und Besucher auf der Website 'www.deutsches-museum.de'
Erschienen in Museologie Online 2004