Veit Schiele Communications

Veit Schiele Communications

Verzeichnisstruktur

Gliederung Ihres Nutzerverzeichnisses und Speicherplatzbelegung
erstellt von Veit Schielezuletzt verändert: 19.03.2017 18:07
Mitwirkende: © Veit Schiele Communications GmbH, 2006–2017

Im folgenden die exemplarische Struktur eines Home-Verzeichnisses:

├── doms
│   ├── domain1.tld
│   │   ├── app
│   │   ├── app-ssl
│   │   ├── cgi
│   │   │   └── test.cgi
│   │   ├── cgi-ssl
│   │   │   └── test.cgi
│   │   ├── etc
│   │   │   └── pri.domain1.tld
│   │   ├── fastcgi
│   │   │   └── phpstub
│   │   ├── fastcgi-ssl -> fastcgi
│   │   ├── htdocs
│   │   │   └── .htaccess
│   │   ├── htdocs-ssl
│   │   │   └── .htaccess
│   │   ├── subs
│   │   │   ├── example
│   │   │   └── www
│   │   ├── subs-ssl
│   │   │   └── www
│   │   └── var
│   └── domain2.tld
│       ├── app
│       └── …
├── etc
│   └── config.ini
├── Maildir
├── procmail.log
├── vacation.cache
└── vacation.msg
~/doms

Alle von Ihnen bestellten Domains liegen im Verzeichnis doms.

~/doms/domain1.tld
domain1 steht für eine beliebige Domain und tld für eine beliebige top level domain z.B. com, net, org, de.
~/doms/domain1.tld/app
Dieses Verzeichnis ist als PassengerAppRoot des Apache-Webserver-Moduls Phusion Passenger konfiguriert.
~/doms/domain1.tld/app-ssl
Auch dieses Verzeichnis ist als PassengerAppRoot des Apache-Webserver-Moduls konfiguriert.
~/doms/domain1.tld/cgi
Dies ist das Basisverzeichnis für CGI-Skripte. Ein Alias bildet HTTP-Requests auf /cgi-bin/ für alle Zugriffe auf den Virtual Host auf dieses Verzeichnisses ab.
~/doms/domain1.tld/cgi-ssl
Analog ~/doms/domain1.tld/cgi das Basisverzeichnis für CGI-Skripte beim Zugriff via https.
~/doms/domain1.tld/etc
Dieses Verzeichnis enthält ggf. das Zonefile, mit der sich der Nameserver BIND konfigurieren lässt.
~/doms/domain1.tld/etc/pri.domain1.tld
Mit dieser Datei können Sie ein Zonendatei für Ihre Domain selbst verwalten. Damit können z.B. einzelne Subdomains auf andere Server umgeleitet, eigene Mailserver angesprochen werden etc.
~/doms/domain1.tld/fastcgi
Dies ist das Basisverzeichnis für FastCGI-Skripte. Ein Alias bildet HTTP-Requests auf /fastcgi-bin/ für alle Zugriffe auf den Virtual Host auf dieses Verzeichnis ab.
~/doms/domain1.tld/fastcgi-ssl
Analog ~/doms/domain1.tld/fastcgi ist dies das Basisverzeichnis für FastCGI-Skripte, allerdings diesmal für https-Zugriffe. Ein Alias bildet HTTP-Requests auf /fastcgi-bin/ für alle Zugriffe auf den Virtual Host auf dieses Verzeichnis ab.
~/doms/domain1.tld/htdocs

Dieses Verzeichnis ist als DocumentRoot des Apache Webserver konfiguriert.

Es dient auch zur Aufnahme statischer Inhalte im Zusammenhang mit der Nutzung von Phusion Passenger zur Auslieferung der statischen Dateien.

~/doms/domain1.tld/htdocs/.htaccess

In der Standardkonfiguration enthält diese Datei die Weiterleitung auf die www-Subdomain:

Redirect permanent / http://www.domain1.tld/

Die verwendeten Regeln werden auf alle Subdomains von domain1.tld aus. In der .htaccess können

  • eigene Fehlerseiten definiert,
  • MIME-Typen zugewiesen,
  • Passwortschutz eingerichtet,
  • Weiterleitungen durchgeführt werden.

(s.a. Web)

~/doms/domain1.tld/htdocs-ssl
Analog ~/doms/domain1.tld/htdocs ist dieses Verzeichnis als DocumentRoot des Apache Webserver für Zugriffe via https konfiguriert.
~/doms/domain1.tld/subs

Dieses Verzeichnis enthält alle Subdomains. Hier findet sich auch die Subdomain www.domain1.tld.

~/doms/domain1.tld/subs/example
Dies ist ein Beispiel für eine Subdomain, die Sie einfach selbst anlegen können. Sie müssen hierzu nur ein Verzeichnis anlegen und anschließend die Dateien in das Verzeichnis übertragen.
~/doms/domain1.tld/subs/www
Dieses Verzeichnis wird automatisch angelegt und üblicherweise vom Webserver angesprochen, wenn keine Subdomain explizit genannt wird (also http://domain1.tld verweist üblicherweise auf http://www.domain1.tld).
~/doms/domain1.tld/subs-ssl
Analog ~/doms/domain1.tld/subs enthält dieses Verzeichnis alle Subdomains auf die via https zugegriffen wird.
~/doms/domain1.tld/var
in diesem Verzeichnis werden nächtlich die Log-Dateien mit den Zugriffen auf die Domain gepackter Form bereitgestellt, wenn dies in /home/pacs/xyz00/etc/config.ini entsprechend angegeben ist.
~/etc

enthält die Konfigurationsdateien Ihres Pakets.

~/etc/config.ini

erlaubt die Anpassung des Logging-Verhaltens für das Paket:

http_log_generate

erlaubt die Generierung von Log-Dateien.

Zulässige Werte sind yes``und ``no

http_log_directory

Verzeichnis zur Sicherung der Logs

Mögliche Werte sind pac, domowner, domain

http_log_purge
Sollen HTTP-Logfiles im Paket regelmäßig gelöscht werden? Zulässige Werte sind yes``und ``no
http_log_retention
Aufbewarungsfrist in Tagen für HTTP-Logfiles im Paket
http_domaintraffic
Tägliche Trafficstatistik auch für einzelne Domains?
mail_log_generate
Generierung von Mail-Logfiles aktivieren?
mail_log_purge

Mail-Logfiles im Paket regelmäßig löschen?

Zulässige Werte sind yes``und ``no

mail_log_retention
Aufbewarungsfrist in Tagen für Mail-Logfiles im Paket

Speicherplatz

Die Größe des von Ihnen belegten Speicherplatz können Sie sich ausgeben lassen mit:

quota -s
Disk quotas for user ves00-user (uid 103045):
     Filesystem   space   quota   limit   grace   files   quota   limit   grace
      /dev/vda2   1433M   1536M   2304M           19761       0       0

D.h.:

  • Es sind 1433 MB von 1536 MB belegt
  • Temporär dürfen bis zu 2304 MB in Anspruch genommen werden
  • Außerdem sind 19761 Dateien angelegt worden
  • Die maximale Anzahl der Dateien ist unbeschränkt
  • Sobald die Quota überschritten wird, würde unter grace die verbleibende Zeit angezeigt, innerhalb derer wieder die Quota unterschritten sein muss.

Note

Nicht alle Ihre Dateien liegen innerhalb Ihres Home-Verzeichnisses. Auch temporäre Dateien oder angeforderte und nicht gelöschte Restores zählen zur Quota. u.a. in /home/restore, /tmp und /var/tmp.

Gegebenenfalls können Sie temporäre Dateien auch regelmäßig mit enem Cronjob löschen, z.B.:

TMP=/tmp/user/$UID/
@reboot find $TMP -delete >/dev/null 2>&1

Falls Sie ältere Dateien in Ihrem TMP-Verzeichnis häufiger löschen wollen, können Sie dies z.B. folgendermaßen tun:

*/10 * * * * find $TMP -mmin +10 -delete >/dev/null 2>&1

Beachten Sie jedoch bitte, dass einige Programme dort temporäre Dateien anlegen, die sie während der gesamten Laufzeit verwenden, z.B. Caches.

Note

Viele Programme, insbesondere sog. Daemons, erzeugen temporäre Dateien, halten diese geöffnet und unlink diese. Dies hat den Vorteil, dass temporäre Dateien so automatisch gelöscht werden, sobald sie geschlossen/losgelassen werden, z.B. wenn das Programm abrupt beendet wird. Solche unlinked Dateien werden mit ls oder du nicht erfasst; sie können jedoch mit lsof (list open files) anzeigen lassen.

lsof -s | awk '$5 == "REG"' | sort -n -r -k 7,7 | head -n 50

zeigt die größten offenen Dateien an.

lsof | awk '$5 == "REG" {freq[$2]++ ; names[$2] = $1 ;} END {for (pid in freq) print freq[pid], names[pid], pid ; }' | sort -n -r -k 1,1

zeigt die Prozesse mit den meisten geöffneten Dateien an.